Orientierung und Mobilität (O&M):
Ambulante Schulung

IRIS bietet seit Ende der siebziger Jahre ambulante Schulungen in Orientierung und Mobilität (O&M) sowie in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF, häusliche Tätigkeiten) an.

Orientierung und Mobilität (O&M)

Ziel der Schulung ist, dass Sie trotz Ihrer Seheinschränkung oder Blindheit wieder allein unterwegs sein können – sicher und frei.

Wer kann daran teilnehmen?

Alle, die von einer Sehbeeinträchtigung oder Blindheit betroffen sind, unabhängig vom Alter. Auch zusätzliche Beeinträchtigungen stellen kein Hindernis dar.

Ab wann ist eine Schulung sinnvoll?

So früh wie möglich. Wenn Sie merken, dass Sie gewohnte Wege meiden oder in bestimmten Situationen Unsicherheit und Stress entsteht. Spätestens jedoch, wenn Sie beispielsweise Bordsteinkanten, Stufen, Hindernisse, Radfahrer, Fahrzeuge oder Ampellichter bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu spät oder gar nicht mehr wahrnehmen.

Wo und wie findet die Schulung statt?

Die Schulung wird stets im Einzelunterricht durchgeführt. Die Reha-Fachkraft vereinbart mit Ihnen die einzelnen Termine und Treffpunkte. Bei Bedarf kann der Unterricht Zuhause, im Wohnumfeld, in der Schule oder am Arbeitsplatz stattfinden. Besteht der Bedarf an Unterricht in der Dämmerung und Dunkelheit, findet dieser Teil des Unterrichts erst mit Beginn der dunklen Jahreszeit statt.

Was wird Inhalt sein?

Wir vermitteln Ihnen alles, was Sie brauchen, um sich in den unterschiedlichen Alltagssituationen wieder sicher und selbstständig fortzubewegen. Der Inhalt der Schulung wird individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

Inhalte sind beispielsweise:

  • Langstocktechniken: Zur Sicherung des Schrittbereiches
  • Optimale Ausnutzung des Sehvermögens: Das Prinzip „Stock für unten / Augen für oben“ dient Ihrer Entlastung und der Möglichkeit, wieder mehr in der Umgebung wahrnehmen zu können.
  • Intensive Gehör- und Sinnesschulung: Wenn das Sehen unterstützt werden soll oder eine Erblindung vorliegt
  • Systematische Orientierungsstrategien: Für das sichere Gefühl „orientiert zu sein“, in bekannter und unbekannter Umgebung
  • Sichere Straßenüberquerungen: Vom ruhigen Wohngebiet bis hin zu ampelgeregelten Kreuzungen
  • Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Einschließlich Umsteigestationen und Bahnhöfe
  • Digitale Orientierungshilfen: Das Wichtigste zur Nutzung von Navigations-Apps

Und bei Kindern?

Da sieht der Unterricht ganz anders aus. Hier stehen zunächst weniger bestimmte Techniken und Handlungsabläufe im Vordergrund, sondern die „Lust am Entdecken“ und daraus das Schaffen einer guten Basis. Denn nur wer die Welt kennt, in der er sich bewegt, kann sich später darin sicher bewegen.

Ansprechpartnerin

Susanne Berlin
Rehabilitationslehrerin für Blinde und Sehbehinderte – Orientierung und Mobilität

E-Mail: berlin@iris-hamburg.org
Telefon: 040 229 30 26

Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

Aus personellen Gründen können wir derzeitig leider keine LPF-Schulungen anbieten. Bitte wenden Sie sich hierfür an unsere freiberufliche Kollegin:

Ute Arnold
E-Mail: info@reha-taktil.de